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Mitteilungsblatt des Südtiroler Kulturringes

Herausgeber: Dr. Egmont Jenny
22. Jahrgang - Nr.5 September/Oktober - erscheint zweimonatlich
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Der Dialog
In beiden ethnischen Lagern häufen sich die Stimmen, die einen sachlichen Gedankenaustausch wünschen
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Falsche Signale
Nationalismus und Selbstbestimmung sind keine Rezepte für Südtirol
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Mehr Gleichheit und soziale Gerechtigkeit
Die sozialen Probleme drängen auch in Südtirol in den Vordergrund
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Der ethnische Murks
Wenn die Sanität mißbraucht wird
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Leserbriefe
Feinstaub, Alkohol und Geschäft
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Buchpräsentation

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Solidarität...

Vor kurzem hat der Europaparlamentarier und Athesia-Direktor Michl Ebner mit erheblichem Presserummel sein neues Buch vorgestellt, das den Titel trägt: "Weil das Land sch ändern muß". Man kann es nur begrü0en, wenn sich unsere Politiker diesbezüglich Gedanken machen, denn dafür werden sie auchgewählt.
Es ist auch verständlich, daß der Athesia-Direktor als tüchtiger Unternehmer dabei auch ans Geschäft gedacht hat; das Buch wurde von seinem Verlag verlegt und gedruckt Aber das genügte ihm offenbar nicht, denn er suchte und fand für sein Vorhaben eine weitere finanzielle Hilfe.

Der geförderte Michl Ebner

So wurde das Buch - so steht es auf dem Umschlag - von der Stiftung der Südtiroler Sparkasse gefördert, eine wahrhaft großzügige Tat. Allerdings kommt man dabei schon ins Grübeln. Denn die Gelder der Stiftung der Sparkasse werden durchwegs verwendet, um allgemeinnützige Initiativen zu finanzieren, so zum Beispiel den Ankauf eines Krankenwagens.
Unerklärlich ist wieso Herr Michl Ebner, der als Verlagsdirektor und Europaparlamentarier sicherlich zu den Spitzenverdienern im Lande gehört, in den Genuß einer solchen Förderung kommt Die Athesia, die zu den erfolgreichsten Unternehmen Südtirols gehört, dürfte das verlegerische Risiko, das mit diesem Buch verbunden ist, durchaus tragen können..
Was bei dieser Gelegenheit zum Vorschein kommt ist die unbekümmerte (! ) Einstellung , die in gewissen höheren finanziellen Kreisen herrscht. In einem Land, in dem zehn Prozent der Bevölkerung an der Armutsgrenze leben und manche Familien nicht mehr ihre Stromrechnung bezahlen können müßte es für die Stiftung der Sparkasse wohl geeigneter Objekte geben, um ihre Förderungsmittel anzubringen, als das Buch des Athesiadirektors. Oder ist das ein klassisches Beispiel von Solidarität unter Reichen?

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