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Mitteilungsblatt des Südtiroler Kulturringes

Herausgeber: Dr. Egmont Jenny
22. Jahrgang - Nr.2 März/April 2006 - erscheint zweimonatlich
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Prodi am Zug
Knapper Sieg der Mitte-Links-Koalition - die SVP behält ihre Positionen
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Nachwahlpanorama
Gewinner und Verlierer dieser Wahl in Südtirol
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Vom Krötenschlucken

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Denkmäler und Symbole
Eine nicht gelungene Vergangenheitsbewältigung
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Die SVP-Cliquenwirtschaft
Kein Mut zur Veränderung
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Die Buchbesprechung
Tirolese per scemi
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Der neue Staatspräsident Giorgio Napolitano
Ein Freund Südtirols
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Falsche Politik und dumme Sprüche

Bei der Parlamentswahl und bei der Wahl des neuen Staatsoberhauptes haben die deutschsprachigen Oppositionsparteien eine seltsame Rolle gespielt und wenig politischen Instinkt bewiesen.
Die Ausgangslage war klar und für jeden Durchrittsbürger verständlich. Auf der einen Seite stand Berlusconi mit seinem lokalen Anhang von Nationalisten und Postfaschisten, die den Südtirolern seit Jahrzehnten bekannt sind. Welche Einstellung dieser Personenkreis zu Südtirol hat, das zeigten die ständigen antiautonomistischen Interventionen der verschiedenen Vertreter der Regierung Berlusconi, die wiederum in den folkloristisch-patriotischen Auftritten der Frau Biancofiore und anderer Lokalmatadore ihren Ausdruck fanden.
Auf der anderen Seite gab es den Mitte-Links-Block unter Führung des Romano Prodi. Prodi selbst hat in seiner langen politischen Karriere bewiesen, daß er Verständnis für die Anliegen der ethnischen Minderheiten hat. Dasselbe gilt für seine politischen Mitstreiter, die wesentlich zum Zustandekommen des zweiten Autonomiestatutes beigetragen haben.. In dieser Situation hat die SVP-Führung die einzig richtige Entscheidung getroffen und die Südtiroler aufgefordert dieses Zusammengehen mit dem Mitte-Links-Block mit dem Wahlzettel zu bestätigen.
Dagegen haben die politischen Vertreter der Freiheitlichen und der Union für Südtirol die Lage völlig verkannt. Wenn es nach ihren politischen Entscheidungen gegangen wäre, hätten wir jetzt wahrscheinlich einen Staatspräsidenten Berlusconi und einen Ministerpräsidenten Fini, ein Horrorszenario für die Südtiroler Aber, anstatt ihr Fehlverhalten einzusehen und wenigstens den Mund zu halten, bekommen wir nun von dieser Seite markige und dumme Sprüche zu hören. So sagt der Chef der Freiheitlichen Pius Leitner zur Wahl Napolitanos: "Wir identifizieren uns nicht mit den Institutionen des Staates, das ist eine italienische Geschichte" und Eva Klotz meint "Der italienische Staat ist nicht mein Anliegen, das Getue geht mir eigentlich auf die Nerven." Man kann über den Realitätsverlust dieser Oppositionspolitiker nur staunen und dann beruhigt feststellen, daß sie von jeder Regierungsverantwortung weit entfernt sind.

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