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Mitteilungsblatt des Südtiroler Kulturringes

Herausgeber: Dr. Egmont Jenny
22. Jahrgang - Nr.1 Jänner/Februar 2006 - erscheint zweimonatlich
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Berlusconi schlagen
Italien wieder auf europäischen Kurs bringen
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Es grünt... die alte SVP-Garde
Politisches Recycling
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Die Petition der Südtiroler Bürgermeister
Eine Bewertung
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Die Meinung der SPÖ dazu

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Zu Heimatpflege und Umweltschutz
Eine kritische Analyse
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Leserbriefe

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Rodeln oder jodeln
Falsche Töne bei Südtiroler Olympiasieg
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"Im Zweifel auf Seiten der Schwachen"
Eine Biographie des Journalisten und Historikers Claus Gatterer
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Tod eines Freundes

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Forza Italia
Eine Glosse
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Die Reform der Reform

Seit Monaten laufen die Gespräche um eine Reform des Sanitätswesens in Südtirol. In der Landesregierung scheint man sich einig zu sein, im Sinne eines Rationalisierung-und Einsparungprogrammes eine einzige Sanitätseinheit, anstatt der bestehenden vier zu errichten. Nun kommen laufend Querschüsse von allen Seiten und die "Betroffenen "mobilisieren alle ihre Schutzpatrone, damit alles beim alten bleibt
Erst vor wenigen Wochen hat der ASGB, die deutsche Gewerkschaft, wohl auf Empfehlung ihres Vorsitzenden L.Abg.Georg Pardeller einen Fragebogen an ihre Mitglieder verschickt, um zu erfahren, was sie eigentlich von dieser beabsichtigten Neuordnung des Sanitätswesens denken. Die Tendenz dieser Befragung ist eindeutig, "man" will die vier Sanitätseinheiten erhalten. Das mag aus der Sicht derjenigen, die um ihre, oft überbezahlten Posten fürchten, verständlich sein. Aber ist das im Sinne der Allgemeinheit? Warum schweigen die sogenannten Arbeitnehmer in der SVP, die sich immer als Träger der sozialen Anliegen ausgeben, zu diesem propagandistischen Alleingang ihres Genossen? Warum stützen sie nicht die Pläne ihres Landesrates Theiner, der diese Reform vorgeschlagen hat und durchführen muß? Was haben sie für Alternativpläne zu bieten?
Eines ist klar und das wird keine Befragungsaktion ändern können: die Kosten des Sanitätswesens, die heute im Land Südtirol bereits über eine Milliarde Euro im Jahr betragen, müssen eingebremst werden, sonst können sie nicht mehr von der Gemeinschaft bezahlt werden. Wenn das nicht geschieht, dann kommt unweigerlich der Moment, an dem der Bürger, über seinen Steueranteil hinaus, wiederum zur Kasse gebeten wird. Bereits heute wird der Patient mit den verschiedenen Tickets ganz schön "geschröpft", wobei es natürlich die sozial Schwächeren am härtesten trifft.

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