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Wenn Wahlen näherrücken, kommt aus gewissen italienischen Kreisen immer wieder der Vorwurf, die Italiener seien aus den höchsten Ämtern im Lande ausgeschlossen, für sie reiche es meist nur bis zum Vize, man müsse endlich eine Ämterrotation einführen, abwechselnd ein Deutscher und dann ein Italiener.
Das ist Quatsch und entspringt einem irrationalen nationalistischen Geltungswahn. Die Grundfrage ist, ob der/die Leiter/in eines bestimmten Amtes oder Dienstes ihrer Aufgabe gewachsen ist und ob er/sie dieses Amt korrekt und möglichst unparteiisch ausübt Es ist also nicht eine ethnische, sondern eine ethische Frage. Da die Deutschen die Mehrheit der Bevölkerung stellen, ist es selbstverständlich, daß sie auch in den Spitzenpositionen am stärksten vertreten sind. In Sizilien stellen eben die Sizilianer vorwiegend die Spitzenmannschaft. Das entspricht den Grundregeln der Demokratie. Erst kürzlich hat Landesrätin Luisa Gnecchi festgestellt, daß eine Südtiroler Gruppe in den führenden Ämtern tatsächlich kaum vertreten ist, nämlich die deutschsprachigen Südtiroler, die nicht zur SVP gehören.
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