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Mitteilungsblatt des Südtiroler Kulturringes

Herausgeber: Dr. Egmont Jenny
20. Jahrgang - Nr.3 Mai/Juni 2004 - erscheint zweimonatlich
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Die Watschn
Analyse und Kommentar zur Europawahl
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Die "interethnische" Dietlinde

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Die italienische rechte Front

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Stillstand der "Union für Südtirol"

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Das letzte Aufgebot

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In Meran diktiert die Lobby
Tunnelgeschäfte
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Neue Bücher
"Meines Vaters Land" von Wibke Bruhns
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Römische Wirren
Berlusconis Schleuderkurs
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Sprachgruppenerhebung bleibt

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Der Anti-Ebner-Effekt

Zum ersten Mal hat es in der SVP eine ernsthafte innerparteiliche Diskussion um die Nominierung des Kandidaten für das Europaparlament gegeben. Bisher war es der Parteiführung vorbehalten gewesen, diesen zu bestimmen und den zuständigen Organen vorzuschlagen. Dabei war es in den letzten Jahren fast selbstverständlich, dass die gute Verbindung der SVP zur Familie Ebner und somit zum mächtigen Athesiaverlag durch die Kandidatur Michl Ebners gewissermaßen besiegelt wurde.

Europaparlamentarier Michl Ebner

Wie sehr sich die Zeiten und das Bewusstsein der Menschen auch in Südtirol verändert haben, beweisen die Bedenken, die bereits in den SVP-Bezirksversammlungen gegen die Kandidatur Michl Ebners für Brüssel geäußert wurden. Dabei richteten sich diese Bedenken weniger gegen den Kandidaten selbst als gegen den von ihm vertretenen publizistischen Machtblock, dessen Einfluss zahlreiche Südtiroler als ungebührlich und anmaßend empfinden. So kam es zum Aufbegehren der Pusterer SVP, die zuerst Landesrat Hans Berger ins Rennen schicken wollte, dann aber den Pusterer Rechtsaußen Franz Pahl aufstellte, der bei diesen Vorwahlen trotz mancher "Behinderungen" ein gutes Ergebnis erzielte.
Die Wahlresultate zeigen jedoch, dass der Anti-Ebner-Effekt in der SVP eher gering war. Wohl hat Michl Ebner gegenüber den letzten Europawahlen 10.000 Vorzugsstimmen eingebüßt, aber insgesamt hat die Partei schwerere Verluste hinnehmen müssen als der Kandidat selbst, der immerhin von 91.202 SüdtirolernInnen gewählt worden ist.
Man muss hinzufügen, dass die Parteiführung der SVP im Verlaufe dieses Wahlkampfes gemerkt hat, welcher Wind ihr ins Gesicht bläst. Sie hat darauf mit einer intensiven und nachhaltigen Mobilisierung all ihrer Standes- und Teilorganisationen und mit einem massiven Einsatz von Propagandamitteln reagiert.

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