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Mitteilungsblatt des Südtiroler Kulturringes

Herausgeber: Dr. Egmont Jenny
20. Jahrgang - Nr.1 Jänner/Februar 2004 - erscheint zweimonatlich
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Gesellschaft im Umbruch
Der Pluralismus trägt Früchte - das Märchen von der italienischen Minderheit in Südtirol
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Für eine gerechte ladinische Politik
Ein Forderungskatalog
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Die rechte Spalte
Berlusconis Repräsentantin in Südtirol
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Von der Bewegung zur Partei
Grüne Widersprüche und grüne Ziele
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Das Unbehagen der Italiener in Südtirol
Das Problem hat eine kulturelle Ursache
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Eine Kämpferin für Tirol
In memoriam Viktoria Stadlmayer
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Mobbing im Krankenhaus

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Aufkündigung

von Elisabeth Höglinger

Sehr geehrter Herr Doktor Jenny!

Anstatt der um diese Zeit fälligen Glosse möchte ich Ihnen einige Überlegungen zur politischen Grundlagensituation unseres Landes schicken. Ihr Aufsatz "Grüne Kuryositäten" gibt mir dazu das Stichwort. Ich ersehe daraus, dass meine Ansichten den Ihren völlig entgegengerichtet sind. Seit meiner politischen Bewusstseinsbildung war ich nämlich eine Anhängerin von Alexander Langer und habe seinen Kampf gegen die persönliche Sprachgruppenerklärung mitgetragen, ja, acht Jahre nach seinem Tod habe ich meine Ansicht durchaus nicht gewechselt und betrachte ihn nicht als Gescheiterten. Ich glaube, dass diese ethnische Festlegung durch die Erklärung von Übel ist, dass sie Böses hervorruft und nach Ahnenpass riecht.
Was die zweisprachige Schule betrifft, die Christina Kury fordert, so ist das ein altes Anliegen von mir, das ich bei den Grünen, der Partei meiner Wahl, immer wieder eingeklagt habe. So auch vor zwei Jahren in einem Promemoria, das dann auch in der FF erschien, Ich lege es bei.
Ich hatte für die nächste SN einen Aufsatz in petto zum Italienischunterricht in der ersten Volksschulklasse und über den Pyrrhussieg unserer ewiggestrigen Eva. Nun weiß ich wohl nicht, ob Ihnen eine Mitarbeiterin mit Ansichten weiterhin willkommen ist, die so gänzlich den Ihren widersprechen. Auch für mich dürfte es nicht einfach sein zu schreiben, wenn ich mir gleichsam eine Selbstzensur auferlegen muss.
So meine ich, das es gut ist, dass ich meine Mitarbeit bei den SN beende. Das ändert nichts daran, dass ich Ihre Leistung für die SN uneingeschränkt anerkenne. Ich hoffe, dass Sie weiterhin Lust haben, die Publikation zu machen.
Viele herzliche Grüße und gute Wünsche

Elisabeth Höglinger



Ich bedauere das Ausscheiden von Frau Professor Elisabeth Höglinger als Mitarbeiterin bei den "Südtiroler Nachrichten" und bedanke mich sehr für ihre interessanten und kritischen Beiträge, die von unseren Lesern sehr geschätzt wurden. Ich verstehe die Gründe, die sie für ihr Ausscheiden angibt. Ich füge allerdings hinzu, dass ich als Journalist meine politische Einstellung stets klar und offen dargelegt, gleichzeitig aber immer dafür gesorgt habe, dass die SN eine Diskussionsplattform bleiben, die allen Meinungen offen steht. So wird es auch in Zukunft sein.

e.j.

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