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Mitteilungsblatt des Südtiroler Kulturringes

Herausgeber: Dr. Egmont Jenny
20. Jahrgang - Nr.1 Jänner/Februar 2004 - erscheint zweimonatlich
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Gesellschaft im Umbruch
Der Pluralismus trägt Früchte - das Märchen von der italienischen Minderheit in Südtirol
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Für eine gerechte ladinische Politik
Ein Forderungskatalog
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Die rechte Spalte
Berlusconis Repräsentantin in Südtirol
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Von der Bewegung zur Partei
Grüne Widersprüche und grüne Ziele
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Das Unbehagen der Italiener in Südtirol
Das Problem hat eine kulturelle Ursache
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Eine Kämpferin für Tirol
In memoriam Viktoria Stadlmayer
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Aufkündigung

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Mobbing im Krankenhaus

Skandalös und beunruhigend sind die Vorfälle, die sich im Krankenhaus Bozen auf der Urologischen Abteilung abgespielt haben und die nun ein gerichtliches Nachspiel
klären wird. Der neuernannter Chefarzt Armin Pycha ist durch Intrigen, die von Ärzten der eigenen Abteilung ausgegangen sind, schwer belastet worden. Man hat versucht ihm schwere Kunstfehler nachzuweisen und hat dazu anscheinend auch kriminelle Manipulationen, wie Fälschung der Krankengeschichten, benützt.


Nun haben die Gutachten namhafter Experten die völlige Haltlosigkeit der Vorwürfe bestätigt. Damit ist aber die Sache noch nicht ausgestanden, denn nun müssen die Verantwortlichen dieser Intrige auch zur Rechenschaft gezogen werden. Das gilt für den strafrechtlichen Bestand ebenso wie für die Folgen, die sich auf organisatorischer Ebene ergeben. Es ist undenkbar, dass ein Chefarzt gezwungen ist weiterhin mit Mitarbeitern auszukommen, die jegliche Kollegialität und jegliche Loyalität ignorieren. Im ärztlichen Bereich steht die Teamarbeit an oberster Stelle. Es muss sich jeder auf den Anderen verlassen können denn es geht um das Leben und das Wohlergehen von kranken Menschen. Es scheint, dass der jetzige Sanitätsdirektor Primarius Dr. Oswald Mayr hier energisch durchgreifen will.
Dass es im Krankenhaus Bozen auf diesem intern-organisatorischen Sektor Schwierigkeiten gibt, das hatte sich bereits vor einigen Jahren beim Abgang des Dozenten Dr. Alfred Königsrainer gezeigt, der nach kurzem Gastspiel auf der Chirurgie, wegen diesen Unzulänglichkeiten an die Universitätsklinik Innsbruck zurückgekehrt war. Es ist unverständlich, dass es derzeit dem jeweiligen ärztlichen Abteilungsleiter nicht möglich ist seine Mitarbeiter selbst zu bestimmen. Das bestätigt auch die untergeordnete Rolle, die den Ärzten in diesem System zugewiesen ist.
Die verantwortlichen Politiker haben auch in Südtirol im Sanitätswesen eine Funktionärs- und Beamtenmentalität eingeführt, die nicht nur jede hierarchische Ordnung sondern auch jede Leistungsmotivation zerstört. Eine solche Einstellung ist aber in einem modernen Krankenhausbetrieb untragbar und gefährlich.

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