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Mitteilungsblatt des Südtiroler Kulturringes

Herausgeber: Dr. Egmont Jenny
19. Jahrgang - Nr.2 März/April 2003 - erscheint zweimonatlich
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Die Logik der Gewalt
Die bedrohliche Ideologie des Irakkrieges
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Erziehungsreparaturwerkstätte Schule
Gedanken zur Unterrichtsproblematik
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Leserbriefe

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Von Grün bis Schwarz
Kommentar zu den Kongressen der Grünen und Forza Italia
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volksverbloedung im zeichen der tricolori
Eine ironisch-kritische Bewertung der sogenannten Volksmusik
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Alles im Griff...
Der Wunschtraum des Landesrates Saurer zur Sanität
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Die Berlusconiade

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Posten und Ideale

Spannend dürfte der Wahlkampf für die Landtagswahlen im November werden. Nicht weil man etwa Zweifel hätte, daß die SVP als Siegerin daraus hervorgeht, sondern weil dieselbe SVP diesmal einige parteiinterne Duelle anbietet, die Spannung versprechen.

Da steht an erster Stelle sicherlich der Kampf der Damen im Burggrafenamt. Von den drei Kandidatinnen haben zwei dasselbe Etikett, und es dürfte besonders für die angesprochene Basis schwer sein, eine klare Entscheidung zu treffen. Denn eigentlich hatte bisher weder Frau Julia Unterberger noch Frau Stirner Brantsch eine besondere Beziehung zu den Arbeitnehmern in der SVP. Ihre Nominierung ist das Ergebnis von komplizierten innerparteilichen Manövern, die in Südtirol durchaus politische Konzepte ersetzen. Man sucht hierzulande in der Sammelpartei keine Aufgabe, sondern den Posten, die Ideale werden dann nach Bedarf nachgeliefert.

In den Mund gelegt

Dr. Julia Unterberger

Das ist auch der Grund, warum in diesem Lande das übliche politische Rechts-Links-Schema entschieden abgelehnt und sogar geleugnet wird. Das kann man hier nicht brauchen, denn man ist von allem etwas. Man ist ein bißl katholisch, ein bißl national, ein bißl konservativ, ein bißl fortschrittlich, ein bißl aufrichtig, ein bißl geschäftstüchtig usw. Wenn man dies alles wie mit einem kräftigen Mixer umrührt, kommt als Gesamtprodukt das Idealbild des SVP-Südtirolers heraus.

Die Arbeitnehmer in der SVP passen recht gut in dieses Gesamtschema hinein, denn bereits ihre Bezeichnung ist vage und verpflichtet zu nichts. Schließlich ist auch Herr Schrempp von Mercedes ein Arbeitnehmer, wenn auch auf einem höheren Niveau. Das alles gehört zu jener speziellen Art der Demokratie, die sich hier bestens bewährt und sogar als nachahmenswertes Modell angepriesen wird. Deshalb gehen auch alle kritischen und selbst spöttischen Bemerkungen hinsichtlich der seltsamen Etikettierung der Kandidatinnen ins Leere. Das nimmt im SVP-Südtirol niemand übel und schon gar nicht ernst. Und wie man sieht, fährt sich's damit bestens!

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