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Mitteilungsblatt des Südtiroler Kulturringes

Herausgeber: Dr. Egmont Jenny
19. Jahrgang - Nr.2 März/April 2003 - erscheint zweimonatlich
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Die Logik der Gewalt
Die bedrohliche Ideologie des Irakkrieges
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Erziehungsreparaturwerkstätte Schule
Gedanken zur Unterrichtsproblematik
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Von Grün bis Schwarz
Kommentar zu den Kongressen der Grünen und Forza Italia
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volksverbloedung im zeichen der tricolori
Eine ironisch-kritische Bewertung der sogenannten Volksmusik
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Alles im Griff...
Der Wunschtraum des Landesrates Saurer zur Sanität
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Posten und Ideale
Der harte Wahlkampf hat begonnen
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Die Berlusconiade

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Leserbriefe
Salamitaktik

Südtirol leidet an einem Überangebot an aufgedunsenen Bau- und Baggerfirmen. Man hat beim Anblick der Maschinenparks oft den Eindruck, als wollte Südtirol ganz Mitteleuropa umbauen.
Nachdem schon jeder Baum seine eigene Forststraße, jeder Weiler sein Zweitwohnungsstadtviertel, jedes Rinnsal sein Betonkorsett, jede Trockenmauer ihren Zyklopenersatz bekommen hat und die schönen Felder alle melioriert worden sind, diese Phase also abgeschlossen ist, bricht zur Zeit ein Kampf mit allen Mitteln um neue Aufträge aus; sehr oft entgegen jeder Vernunft!
Die Rechtfertigungen dafür sind immer die gleichen: Angeblicher Konkurrenz- und Qualitätssteigerungsdruck, neue Akzente, in Entwicklung nicht stehen bleiben, auf heutigen Stand bringen, ordentliche Straßen für die nächsten 30 Jahre bauen usw.
Wie sich solche Baumaßnahmen auf die Allgemeinheit und allzu oft auch auf die einzelnen Bauträger auswirken, spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. Wer auf jeden Fall und immer daran verdient sind die Baufirmen und die Banken. Ruinierten Privaten oder verschandelten Orten und Tälern kann später ja gesagt werden: Ihr habt' s ja selber so gewollt!
Antholz hatte bisher eine nahezu perfekte Symbiose zwischen Naturschönheit und Sport. Man sollte es dabei belassen, sich auf keine Abenteuer einlassen und Erpressungsversuchen der Sport-Lobby, die mit der Baulobby gemeinsame Sache macht, widerstehen.
Der einzigartige Talschluss ist schnell ruiniert; die Idylle verschwunden und der gute Ruf des Tales mit ihr!
Walter Harpf, Bruneck, Mitglied des Heimatpflegeverbandes, PPP, TIS


Bürokratie

Während dem Bürger immer neue Steuern aufgelastet werden (siehe Sanität, Pflegeversicherung), wird der bürokratische Apparat des Landes immer üppiger. Die Autonomie, das heißt auf deutsch Selbstverwaltung, sollte eine effiziente und bürgernahe sparsame Verwaltung garantieren. Davon ist nichts zu sehen. Es wimmelt von Amtsdirektoren, neuen Ämtern und Amtsstellen. Für diese neuen Beamtenburgen ist nichts gut genug, so mancher Beamter hat Sitzmöbel unter dem Hintern, die er sich zu Hause niemals leisten würde. Ich hätte nichts dagegen, wenn das den Arbeitsrhythmus fördern würde, aber ich finde, dies ist nicht der Fall. Früher hat man über die Schwerfälligkeit und die Arroganz der staatlichen Stellen gemeckert, dabei ist dies heute noch schlimmer geworden - man braucht nur zu sehen, wie man im Sanitätswesen immer neue Vorschriften und Einschränkungen von oben herab beschließt. Wenn dann der Bürger Erklärungen fordert oder gar zu protestieren wagt, wird ihm mitgeteilt, in Südtirol gehe es allen so gut, es funktioniere sowieso alles bestens. Und wenn es ihm gar nicht paßt, kann er sich ja zu einer Morgenaudienz beim Landeshauptmann anmelden. Das wird aber auf die Dauer nicht ausreichen. H.L.- Lana.

Zu den Kongressen der Grünen und Forza Italia

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